Unabhängige, vollständige und verständliche Gesundheitsinformation für Frauen! – Neuer Vorstand des AKF fordert Änderung bzw. Abschaffung des § 219 a

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. (AKF) fordert, dass das Recht auf unabhängige, vollständige und verständliche Gesundheitsinformationen auch bei der Entscheidung von Frauen über einen Schwangerschaftsabbruch gilt. Der AKF setzt sich daher dafür ein, dass der § 219a des StGB geändert bzw. gestrichen wird.

Frauenärztinnen werden kriminalisiert, weil sie auf ihren Internetseiten über Schwangerschaftsabbruch informieren. Viele von ihnen sind Mitglieder des Vereins. Eine Folge des § 219a ist, dass Frauen in ihrem Informationsrecht eingeschränkt werden. Der AKF fordert die Streichung, bzw. die Änderung, des § 219a StGB.

Ingrid Mühlhauser, die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, unterstreicht den Unterschied zwischen Information und Werbung.

ÄrztInnen muss sachliche Information, die ermöglicht, dass Frauen ihr Informationsrecht wahrnehmen, erlaubt sein. Kommerziellen Interessen hingegen sollten beim Schwangerschaftsabbruch der Riegel vorgeschoben werden.

Der neue Vorstand des AKF fordert:

  • die Ökonomisierung und Medikalisierung der Gesundheit von Frauen zu beenden
  • Missstände in der gesundheitlichen Versorgung von Frauen rund um das Gebären, die Geburt und in der Pflege zu beseitigen
  • von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder angemessen gesundheitlich zu versorgen sowie die Prävention von Gewalt als nationales Gesundheitsziel aufzunehmen.

Der gemeinnützige Verein AKF wird im Jahr 2018 25 Jahre alt und feiert dieses Jubiläum am 3. und 4. November 2018 mit einer Tagung im Deutschen Hygienemuseum in Dresden.
Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. (AKF) ist der größte unabhängige Zusammenschluss von Frauengesundheitsorganisationen und Fachexpertinnen zur Frauengesundheit im deutschsprachigen Raum.

Die Mitglieder des neuen Vorstands sind:
Univ.-Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser, Professorin für Gesundheitswissenschaften, Universität Hamburg; Vorsitzende
Dr. phil. Dipl.-Psych. Silke Schwarz, Diplom Psychologin, Berlin; stellvertretende Vorsitzende
Juliane Beck, Rechtsanwältin, München; Schriftführerin
Ellen Ohlen-Wallenhorst, Dipl.-Volkswirtin, Köln; Kassenwartin
Sylvia Groth, Frauengesundheitsaktivistin, Graz; Beisitzerin
Dr. med. Antje Huster-Sinemillioglu, Frauenärztin, Dortmund; Beisitzerin
Dr. med. Friederike Perl, Frauenärztin, Stuttgart; Beisitzerin

 

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