AKF-Symbol Beschreibung

AKF e.V.

Der AKF

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft eV (AKF) ist ein bundesweit tätiger Verein. Im AKF haben sich vor allem Frauen und Verbände zusammengeschlossen, die im Bereich Frauengesundheit arbeiten oder sich im Bereich der Selbsthilfe und Beratung engagieren. Das Anliegen dieser Frauen ist es, aus den verschiedenen Disziplinen Erfahrungen und Forschungsergebnisse zusammenzutragen, die aktuellen Entwicklungen im Bereich Frauengesundheit kritisch zu begleiten, auf frauenrelevante Fehlentwicklungen in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft nachdrücklich hinzuweisen und Frauen besser über ihren Körper und dessen mögliche Erkrankungen, aber auch über seelisch und sozial krankmachende Faktoren zu informieren und die eigene Kompetenz zu stärken.
Der AKF besteht seit November 1993 und ist als gemeinnützig anerkannt.

Wir über uns

Wir sind der größte unabhängige Zusammenschluss von Frauengesundheitsorganisationen in Deutschland. Der AKF besteht seit 1993 und ist eine als gemeinnützig anerkannte NPO (non-profit-organisation).
Zu uns gehören Hebammen, Ärztinnen, Psychologinnen und Pädagoginnen, Heilpraktikerinnen, in den Pflegeberufen Tätige, in der Selbsthilfe Engagierte, Gesundheitswissenschaftlerinnen, außerdem Berufsverbände und Organisationen, Frauenberatungsstellen, Frauengesundheitszentren und Selbsthilfeverbände.

Wir vernetzen auf nationaler und internationaler Ebene die vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen in der Frauengesundheit und stellen diese Informationen allen Frauen zur Verfügung. Wir tauschen unser Wissen aus und schaffen gemeinsam eine Plattform für die Vertretungen von Fraueninteressen in Politik, Medizin und Gesellschaft.

Wir engagieren uns für eine frauengerechte Gesundheitsversorgung und für die Integration weiblicher Lebensformen und Betrachtungsweisen im Sinne des Gender Mainstreaming in alle medizinischen und gesellschaftlichen Bereiche.

Wir verstehen Frauengesundheit als Ergebnis medizinischer, sozialer, psychischer und ökonomischer Bedingungen und setzen uns deshalb für die Berücksichtigung weiblicher Lebenswelten und Bedürfnisse in der präventiven Arbeit und bei der Definition und Behandlung von Krankheiten ein.

Wir begleiten und beobachten kritisch die Entwicklungen in der Medizin, Pflege
und Psychologie, überprüfen sie auf ihre Relevanz für die Gesundheit von Frauen, fordern Korrekturen, bringen Änderungsvorschläge ein und beziehen Stellung in den gesundheitspolitischen Debatten.

Wir arbeiten bundesweit. Wir haben Regional- und Fachgruppen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, z.B. Frauenheilkunde, Psychotherapie/Psychiatrie/Psychosomatik und Brustkrebs.

Wir entwickeln Informationsmaterialien zu aktuellen Fragestellungen wie frauengerechte Psychotherapie, Wahlleistungen in der gynäkologischen Praxis, Hormontherapie in den Wechseljahren, HPV-Impfung und Brustkrebsfrüherkennung und stellen sie interessierten Frauen zur Verfügung.

Wir veranstalten Tagungen zu frauenrelevanten Themen, geben einen Newsletter heraus, informieren über interessante Entwicklungen auf unserer Website und
führen Projekte im Bereich Frauengesundheit durch.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Sie können bei uns Mitglied werden oder mit einer einmaligen oder regelmäßigen Spende unsere Arbeit fördern und unterstützen.

Unsere Themenschwerpunkte sind
- Verbreitung eines von Frauen entwickelten Wissens über Pubertät, Zyklus, Schwangerschaft, Geburt, Klimakterium und Alter mit dem Ziel, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen zu unterstützen - im Gegensatz zur zunehmenden Medikalisierung und Pathologisierung von weiblichen Lebensphasen
- Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Diagnose- und Behandlungsansätzen in der Medizin und mit Verschreibungspraktiken, die suchtfördernd sein können
- Förderung integrativer Ansätze zur Psychosomatik mit dem Ziel einer frauengerechten Diagnostik und Therapie, die weibliche Lebenszusammenhänge in einer männlich bestimmten Gesellschaft berücksichtigen
- Aufklärung über die Verbreitung und den Stellenwert von sexueller Traumatisierung und Gewalt und deren Folgen für die Gesundheit von Frauen

Unsere Arbeitsweisen
Durch eine unabhängige Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, durch Tagungen, Arbeitstreffen, Vorträge und Publikationen wollen wir einen Beitrag zur Vernetzung von Initiativen und zur direkten frauengerechten Information und Stärkung von Frauen leisten und auf die Politik Einfluss nehmen.
Wir setzen auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und Organisationen, verwirklicht in regionalen Gruppen und Fachgruppen. Angesprochen für eine Mitarbeit sind nicht nur direkt im Gesundheitswesen Tätige - ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen, Hebammen, Tätige in Pflegeberufen, Frauen aus der Selbsthilfe u.a., sondern auch Menschen, deren Tätigkeit die sozialen Bedingungen für die Gesundheit von Frauen beeinflusst: FrauenforscherInnen, GesundheitswissenschaftlerInnen, Gleichstellungsbeauftragte, MitarbeiterInnen von Beratungsstellen, SozialarbeiterInnen, PädagogInnen, HeilpraktikerInnen und JuristInnen.Gleichzeitig wollen wir Frauen stärken, ihren eigenen Weg zu gehen und sie dabei begleiten . Frauen sollen Sinn und Konsequenzen medizinischer / psychotherapeutischer Maßnahmen kennen und ermutigt und befähigt werden, selbst zu beurteilen und zu entscheiden. Um die Rahmenbedingungen für eine frauenfreundliche und bedürfnisgerechte Gesundheitsförderung, Prävention, Krankheitsversorgung und Rehabilitation zu verbessern, suchen wir den kritischen Diskurs mit EntscheidungsträgerInnen in Politik , Gesellschaft und Medizin.